Zwangsstörungen: Test – Gewinne in 2 Minuten mehr Klarheit!

Der folgende kostenlose Selbsttest dient als Hilfestellung zur Annäherung der Frage, ob bei dir eine Zwangsstörung vorliegt. Hierbei werden die grundlegenden Symptome einer Zwangsstörunge erhoben, welche auf den Diagnosekriterien von dem DSM-5 basieren. Keine Sorge, alle Infos, die du eingibst, bleiben anonym und werden nicht weitergegeben.

Lese den vollständigen Artikel, um mehr zu erfahren.

Zwangsstörungen: Test – Habe ich Zwangsgedanken?

Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 2 Minuten. Nimm dir Zeit für den Selbsttest und beantworte die Fragen wahrheitsgemäß, um die genauesten Ergebnisse zu erhalten.

Bedenke: Deine Ergebnisse vom Online-Test stellen eine Hilfestellung dar, jedoch keine medizinische Diagnose. Es ersetzt keinen Arztbesuch. Für eine genaue Diagnose solltest du einen Therapeuten, deinen Hausarzt oder einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen.

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Hier gelangen Sie zum Testverfahren

Haben Sie das Bedürfnis, ständig etwas zu kontrollieren (z. B. immer wieder zu überprüfen, ob Türen verschlossen, Lichtschalter und/oder Geräte ausgeschaltet sind) oder Dinge zu ordnen (z. B. ein Regal in einem Schlafzimmer oder einen Küchenschrank)?

Haben Sie Angst vor Verunreinigungen (z. B. Keime) durch Menschen oder die Umwelt und putzen Sie deshalb übermäßig viel? Wenn ja, wie oft?

Haben Sie jemals unerwünschte, sich wiederholende und anhaltende Gedanken, die Ihnen Angst machen?

Haben Sie aufdringliche Gedanken, die aggressiv sind (z. B. dass Sie sich selbst oder anderen Schaden zufügen) oder sich auf "Tabuthemen" wie Pornos beziehen?

Versuchen Sie, diese unerwünschten Gedanken/Bilder zu ignorieren/zu unterdrücken oder eine andere Tätigkeit auszuüben (z. B. Zählen, Händewaschen, sich wiederholt vergewissern, dass die Türen verschlossen sind), um sie zu neutralisieren, und wenn ja, wie oft?

Halten Sie sich an Rituale, die Ihnen vorübergehend Erleichterung verschaffen, z. B. Zählen, Dinge kontrollieren oder Putzen?

Verbringen Sie mindestens eine Stunde pro Tag mit Zwangsgedanken oder ritualisierten Verhaltensweisen, um Ängste zu vermeiden? Wenn ja, wie oft?

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Negative Glaubenssätze überwinden

Wird Ihre berufliche Leistung, Ihr Privatleben oder Ihre sozialen Beziehungen durch Ihre zwanghaften Gedanken oder rituellen Verhaltensweisen erheblich beeinträchtigt?

Was ist eine Zwangsstörung?

Zwangsstörungen sind in der Popkultur und den Medien oft ein heißes Thema, aber die tatsächliche Tiefe und Komplexität dieser Erkrankung wird selten vollständig erfasst. Es ist nicht nur das stereotype, wiederholte Händewaschen oder das ständige Überprüfen von Türen. Es geht weit darüber hinaus.

Zwangsstörung – Alles. was man wissen musst

Zwangsstörung – Mehr als nur ein Tick

Wenn du an eine Zwangsstörung denkst, kommen dir vielleicht Bilder von übermäßig ordentlichen Menschen in den Sinn, die ständig ihre Hände waschen oder bestimmte Rituale ausführen. Während solche Verhaltensweisen tatsächlich Symptome sein können, kratzen sie nur an der Oberfläche dessen, was eine Zwangsstörung wirklich ausmacht. Die Erkrankung besteht aus zwei Hauptkomponenten: Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.

  • Zwangsgedanken sind wiederkehrende, unerwünschte Gedanken oder Bilder, die sich in den Kopf einer Person drängen. Sie können intensiv beunruhigend sein und führen oft zu Gefühlen von Angst und Bedrängnis.
  • Zwangshandlungen sind ritualisierte Verhaltensweisen oder geistige Handlungen, die eine Person ausführt, um die durch die Zwangsgedanken ausgelöste Angst oder Bedrängnis zu lindern. Beispiele sind übermäßiges Händewaschen, das Überprüfen von Türen oder das ständige Wiederholen von Wörtern im Kopf.

Es ist wichtig zu betonen, dass, obwohl viele Menschen gelegentlich zwanghafte Gedanken oder Verhaltensweisen haben, eine echte Zwangsstörung das tägliche Leben erheblich beeinträchtigt. Sie kann Beziehungen, Arbeit und das allgemeine Wohlbefinden stören.

Ursachen der Zwangsstörung

Die genauen Ursachen der Zwangsstörung sind noch nicht vollständig verstanden, aber es gibt mehrere Theorien und beobachtete Muster:

  • Familiäre Vorbelastung: Wenn in deiner Familie bereits Fälle von Zwangsstörungen aufgetreten sind, besteht ein erhöhtes Risiko, selbst daran zu erkranken. Dies könnte mit genetischen Faktoren zusammenhängen.
  • Unterschiede im Gehirn: Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Menschen mit Zwangsstörungen Bereiche im Gehirn haben, die ungewöhnlich aktiv sind, oder dass sie niedrigere Werte des Neurotransmitters Serotonin aufweisen.
  • Lebensereignisse: Traumatische Ereignisse, wie Missbrauch, Vernachlässigung oder der Verlust eines geliebten Menschen, können das Auftreten einer Zwangsstörung auslösen oder verschlimmern.
  • Persönlichkeitsmerkmale: Menschen, die von Natur aus sehr ordentlich, methodisch oder ängstlich sind, könnten anfälliger für Zwangsstörungen sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Faktoren nicht notwendigerweise eine Zwangsstörung verursachen, sondern dass sie das Risiko erhöhen können. Jeder Mensch ist einzigartig, und die genauen Ursachen und Auslöser können von Person zu Person variieren.

Zwangsstörungen: Diagnose nach ICD-11

Die Diagnose einer Zwangsstörung ist ein sorgfältiger Prozess, der sowohl klinische Beobachtungen als auch standardisierte diagnostische Kriterien umfasst. Mit der Einführung der ICD-11, der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, gibt es aktualisierte Kriterien für die Diagnose von Zwangsstörungen.

Diagnosekriterien:

  • Zwangsgedanken: Diese sind wiederkehrende und anhaltende Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die als aufdringlich und unerwünscht empfunden werden. Diese Gedanken verursachen erhebliche Angst oder Unbehagen bei der betroffenen Person.
  • Zwangshandlungen: Dies sind repetitive Verhaltensweisen oder mentale Handlungen, die eine Person fühlt sich gezwungen, in Reaktion auf einen Zwangsgedanken oder nach Regeln, die streng angewendet werden müssen, durchzuführen. Diese Handlungen zielen darauf ab, Angst oder Unbehagen zu verhindern oder zu reduzieren oder ein gefürchtetes Ereignis oder eine Situation zu verhindern.
  • Dauer: Die Symptome müssen für einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen vorhanden sein und erhebliche Beeinträchtigungen im sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursachen.

Diagnoseprozess:

Der Diagnoseprozess beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Gespräch zwischen dem Patienten und dem Arzt oder Psychologen. Dieses Gespräch zielt darauf ab, die Symptome, ihre Dauer, ihre Intensität und ihren Einfluss auf das tägliche Leben des Patienten zu verstehen. Es können auch standardisierte Fragebögen oder Skalen verwendet werden, um die Schwere der Symptome zu bewerten.

Es ist auch wichtig, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können, wie Depression, Angststörungen oder Tic-Störungen. In einigen Fällen können auch körperliche Untersuchungen oder Labortests durchgeführt werden, um andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen.

Abschlusswort von Mentalwohl

Zwangsstörungen können zweifellos eine Herausforderung im Leben der Betroffenen darstellen. Doch es ist wichtig zu betonen, dass niemand allein mit dieser Herausforderung ist. Mit dem richtigen Wissen, Unterstützung und Behandlung können Menschen mit Zwangsstörungen ein erfülltes und glückliches Leben führen. Es mag Momente der Unsicherheit und Frustration geben, aber mit Entschlossenheit und der richtigen Hilfe kann jeder Fortschritte machen und die Kontrolle über sein Leben zurückgewinnen. Denke daran: Jeder Schritt, den du machst, bringt dich näher zu einem Leben, das weniger von Zwängen und mehr von Freiheit, Freude und Erfüllung geprägt ist.

Häufig gestellte Fragen

  • Woher weiß ich, ob ich Zwangsstörungen habe?

    Wenn du regelmäßig von aufdringlichen und unerwünschten Gedanken, Bildern oder Drängen heimgesucht wirst, die Angst, Ekel oder Unbehagen auslösen, könntest du an einer Zwangsstörung leiden. Diese Gedanken führen oft zu ritualisierten Verhaltensweisen oder geistigen Handlungen, die als Reaktion darauf durchgeführt werden, um die Angst oder das Unbehagen zu lindern. Wenn du dir unsicher bist, ob du an einer Zwangsstörung leidest, kann ein kostenloser Selbsttest oder ein Gespräch mit einem Fachmann helfen, Klarheit zu schaffen.

  • In welchem Alter treten Zwangsstörungen auf?

    Zwangsstörungen können in jedem Alter auftreten. Bei einigen Menschen zeigen sich die ersten Symptome bereits in der Kindheit oder Jugend, insbesondere während der Pubertät. Bei den meisten Menschen treten die Symptome jedoch im frühen Erwachsenenalter auf.

  • Wie denken Menschen mit Zwangsstörungen?

    Menschen mit Zwangsstörungen werden oft von aufdringlichen Gedanken oder Bildern heimgesucht, die sie als störend oder beunruhigend empfinden. Diese Gedanken können sich auf eine Vielzahl von Themen beziehen, von Fehlern über Verunreinigungen bis hin zu Gewaltfantasien. Ein charakteristisches Merkmal ist, dass diese Gedanken oft als unerwünscht und schwer kontrollierbar empfunden werden. Zum Beispiel könnte jemand denken: “Was, wenn ich den Herd angelassen habe und das Haus abbrennt?” oder “Ich habe den Türgriff berührt; jetzt bin ich kontaminiert.” Diese Gedanken können zu intensiven Gefühlen von Angst und Schuld führen und die Person dazu veranlassen, bestimmte Verhaltensweisen oder Rituale auszuführen, um die Angst zu lindern.


Quellen

  1. American Psychiatric Association. (2013). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (DSM-5®). American Psychiatric Pub.
  2. Phillips, K. A., Stein, D. J., Rauch, S. L., Hollander, E., Fallon, B. A., Barsky, A., … & Leckman, J. (2010). Should an obsessive–compulsive spectrum grouping of disorders be included in DSM‐V?Depression and anxiety27(6), 528-555.